Die Shakuhachi, mit ihrer Vielfalt an Klangschattierungen, eignet sich hervorragend beim Einsatz bei der zeitgenössischen Musik. Aus ausgebildeter Komponist ist Jim Franklin tätig auf diesem Gebiet. Teilweise komponiert er für Shakuhachi-Solo (z.B. das Stück Mahabodh-Stufen), teilweise für Shakuhachi und andere japanische Instrumente (z.B. A Lattice of Winds, für Shakuhachi und Koto), und teilweise für Shakuhachi und westliche Instrumente (z.B. Four Fleeting Star Dreams, and Coma Berenices, für Shakuhachi und Klavier).
Als Komponist ist Jim Franklin auch bei elektroakustischer Musik sehr aktiv gewesen. Dieser Zug kommt nun in seiner Musik für Shakuhachi auch zur Geltung. Bei Gelegenheit arbeitet er in Improvisationen und Kompositionen für Shakuhachi und Live-Elektronik, oft mit Theremin mit Nachbearbeitung zusammen (gleichzeitig!). Das Theremin, eins der ersten elektronischen Instrumenten, wird gespielt, ohne es zu berühren. Es weist daher einen ähnlichen Grad an Körperbezogenheit und –achtsamkeit wie die Shakuahchi auf. Somit begegnen sich scheinbar widersprüchliche Klangwelten auf stimmige Art und Weise. Sein Werk Antares Sketch, uraufgeführt August 2007 in Japan beim Jubiläumsfestival des Kokusai Shakuhachi Kenshukan, steht als Beispiel für diese Richtunng.